Chlorgasaustritt

Gestern Vormittag hat ein größerer Einsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei auf unserem Firmengelände für Wirbel, Interesse und Sorgen gesorgt.

Was ist passiert? Wozu das Großaufgebot?

Gestern Vormittag hat ein größerer Einsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei auf unserem Firmengelände für Wirbel, Interesse und Sorgen gesorgt.

Was ist passiert? Wozu das Großaufgebot?

Bei der Oberflächenbehandlung von Metallteilen unserer Kunden ist mit größter Wahrscheinlichkeit durch eine Einschleppung mit den Kundenteilen ein Fremdstoff in eines unserer Oberflächenbehandlungsbäder gelangt und hat dort durch eine chemische Reaktion zur Bildung einer kleineren Menge von Chlorgas geführt. Wir selbst setzen in unseren Prozessen und Produkten kein Chlor oder Chlorgas erzeugende Stoffe ein.

Der betroffene Gebäudeteil wurde umgehend evakuiert, gesperrt und gelüftet. Mit Hilfe der Feuerwehr wurden dann ausführlich Messungen durchgeführt, die schließlich wieder zur Entwarnung geführt haben, da die Messung ein 20igstel des Grenzwertes ergeben hat. Nach 2 Stunden konnte der Gebäudeteil wieder freigegeben werden.

Die 13 Mitarbeiter die zur Zeit der Chlorgasentstehung in dem betroffenen Gebäudeteil in unmittelbarer Nähe gearbeitet haben, wurden durch den Rettungsdienst noch auf dem Firmengelände einer ersten Untersuchung unterzogen und anschließend zur ausführlicheren und vorsorglichen Untersuchung in Krankenhäuser der Umgebung gebracht. 10 der Mitarbeiter wurden nach Abschluss dieser Untersuchung nur wenige Stunden später wieder aus dem Krankenhaus entlassen. 3 Mitarbeiter wurden zur vorsorglichen Beobachtung über Nacht stationär aufgenommen. Unsere Geschäftsleitung hat die 3 heute Vormittag im Krankenhaus besucht und hat die erfreuliche Nachricht erhalten, dass auch diese 3 Mitarbeiter heute wieder entlassen wurden.

Wir sind sehr froh und freuen uns, dass der Vorfall für alle unsere Mitarbeiter sicher keine gesundheitliche Beeinträchtigung bedeutet hat. Durch die geringe Menge an entstandenem Chlorgas und die schnelle Verflüchtigung in der Umgebungsluft, hat zu keiner Zeit eine Gefährdung für Mitarbeiter aus anderen Unternehmensteilen, die Nachbarschaft oder die Öffentlichkeit bestanden. Einsatzkräfte und Unternehmensleitung hätten ansonsten umgehend die Nachbarschaft informiert und gewarnt, wie das bei anderen Großeinsätzen bei Bedarf auch gemacht wird.

Die große Anzahl an Sanitätsfahrzeugen war zur schnellen Untersuchung und zum anschließenden Transport der betroffenen Mitarbeiter ins Krankenhaus notwendig. Die Polizei war mit einem Streifenwagen vor Ort und wird bei einem Unfall in einem Gewerbegebiet immer automatisch alarmiert. Die Feuerwehr war mit einem Einsatzfahrzeug vor Ort und hat mit ihren Gerätschaften die Messungen durchgeführt. Wir danken an dieser Stelle allen beteiligten Einsatzkräften und bedauern, auch durch das Großaufgebot für Verunsicherung in unserer Umgebung gesorgt zu haben. Das Auslösen der stationären Sirenen in Rednitzhembach und die Anfahrt mit Martinshorn wären mangels akuter Gefährdung sicher nicht nötig gewesen. Das wie auch den Alarmierungsumfang löst aber die Rettungsleitstelle aus der Ferne aus und kann das von dort nicht umfassend beurteilen. Daher geht man auch dort lieber auf Nummer sicher, was uns als Bürger sicher allen lieber ist.

http://www.feuerwehr-rednitzhembach.de/index.php/einsaetze?view=show&id=324